Stark statt breit: Arbeitskreis Suchtvorbeugung in der StädteRegion Aachen informiert zum Thema Cannabis

in Aktionen und Initiativen, yang52 (14+)

Dass Suchtprävention nicht eine Person oder Institution alleine betreiben kann, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe vieler Akteure ist, wissen die Mitglieder des Arbeitskreises Suchtprävention in der StädteRegion Aachen. Hierzu gehören Vertreter der Fachstellen für Suchtvorbeugung in der Stadt und StädteRegion, der Jugendämter, Polizei, Schulen, des Gesundheitsamtes aber auch der AOK und IHK. Um sowohl Jugendliche und ihre Eltern sowie Fachleute über die Droge Cannabis und Hilfsmöglichkeiten zu informieren, startet der Zusammenschluss die Kampagne „Stark statt breit“.

Gemeinsam stark gegen den Missbrauch von Cannabis

Bis zum Frühjahr 2017 werden dazu verschiedene Veranstaltungen mit unterschiedlichen Fragestellungen und Zielgruppen im gesamten Gebiet der StädteRegion Aachen stattfinden. Die ersten Programmpunkte stehen bereits fest: Los geht es am 28.09.2016, 19.30 Uhr mit einem Infoabend für Eltern und pädagogische Fachkräfte in der Realschule Würselen. Die Veranstaltung ist offen für alle Interessierte und kostenlos. Weitere Veranstaltungshinweise werden im Blog der Suchthilfe Aachen (blog.suchthilfe-aachen.de) sowie auf der Webseite des Netzwerkes „Frühe Hilfen/Kinderschutz“ aller Jugendämter und des Gesundheitsamtes in der StädteRegion Aachen (www.imblick.info) veröffentlicht.

Cannabis meistgenutzte illegale Droge

Von Cannabis versprechen sich gleichermaßen jugendliche wie erwachsene Konsumenten Beruhigung, Entspannung, Heiterkeit, manchmal auch die Linderung von seelischen oder körperlichen Schmerzen. Im Jahr 20121 hat in Deutschland jeder dreizehnte Jugendliche im Alter von zwölf bis 17 Jahren (7,8 Prozent) mindestens schon einmal im Leben Cannabis zu sich genommen. 5,6 Prozent der 12- bis 17-Jährigen konsumierten in den letzten zwölf Monaten vor der Befragung Cannabis, 1,3 Prozent davon regelmäßig. Etwa 10 % der regelmäßigen Cannabiskonsumenten entwickeln eine Abhängigkeit. Bei denen, die jung beginnen, steigt das Risiko der Abhängigkeitsentwicklung um das sechsfache an. Nicht selten haben starke Cannabiskonsumenten zusätzlich Persönlichkeitsstörungen, Angststörungen und Depressionen. Jugendlicher Cannabiskonsum kann auch die Schulentwicklung negativ beeinflussen, bis hin zur Schulverweigerung oder dem Schulabbruch, mit entsprechenden lebenslangen Auswirkungen.

Der Arbeitskreis stellt sich vor

Zu den Mitgliedern des Arbeitskreises Suchtvorbeugung in der StädteRegion Aachen gehören Vertreter folgender Institutionen (alphabetisch geordnet):
Amt für Kinder, Jugend und Familienberatung der StädteRegion Aachen
AOK Rheinland/Hamburg, Geschäftsstelle Aachen
Fachstelle für Suchtvorbeugung in der StädteRegion Aachen
Gesundheitsamt der StädteRegion Aachen
IHK Aachen
Jugendamt Alsdorf
Jugendamt Eschweiler
Stadt Herzogenrath/Bereich 2.1 Jugend
Stadt Aachen – Fachbereich Kinder, Jugend und Schule
Jugendamt Stolberg
Jugendamt Würselen
Landesprogramm Bildung und Gesundheit
Polizei Aachen, KK44 – Kriminalprävention/Opferschutz
Suchthilfe Aachen, Fachstelle für Suchtprävention
Aktionszeitraum „Stark statt breit“ von Herbst 2016 bis Frühjahr 2017

aktuelle Angebote:

22., 23.11. sowie 12.12.2016, je 9 bis 17 Uhr:
MOVE – Motivierende Kurzintervention bei Cannabiskonsumenten
Fortbildung zur Verbesserung der Gesprächsführung im Kontakt mit konsumierenden Menschen nach den Grundlagen des motivational interviewings (Miller/Rollnick)
Ort: Suchthilfe Aachen, Hermannstr. 14, 52062 Aachen
Kosten: 150,- Euro (inkl. Verpflegung)
Informationen/Anmeldung: Suchthilfe Aachen, Yvonne Michel,
0241 41356130, michel@suchthilfe-aachen.de

Weitere Veranstaltungshinweise unter http://blog.suchthilfe-aachen.de
sowie unter www.imblick.info

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