Städtetrip mit Kind: Jever

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Wir verbrachten den letzten Spätsommerurlaub in Jever. Nachdem wir im Jahr davor fast 1.000 km mit vielen Unterbrechungen zurückgelegt hatten, um ans Ziel zu kommen, wollten wir diesmal auf keinen Fall wieder so lange unterwegs sein. So besuchten wir mit einem Freund die wirklich kinderfreundliche Stadt in ca. 400 km Entfernung.

Unsere private Unterkunft lag direkt gegenüber dem wunderschön angelegten Schlossgarten, in dem einige Pfauen und Enten hausen. Das Schreien der Pfauenmännchen begleitete uns während des Urlaubs, und unsere Anderthalbjährige ahmte das Geräusch am Ende beinahe perfekt nach.
Das Schloss ist für Besucher geöffnet und beherbergt ein Museum, auch der Turm lässt sich besteigen. Wir vergnügten uns erst einmal damit, Enten- und Pfauenfutter zu kaufen. Eine riesige Meute Enten scharte sich um unsere Tochter, als sie es im Park fröhlich umherwarf.

Die Innenstadt ist nur einen Katzensprung entfernt. In den Sommermonaten steht dauerhaft ein hübsch anzusehendes, historisches Karussell auf dem Marktplatz. Ein absoluter Magnet für unsere Tochter! In unmittelbarer Nähe hierzu fühlten wir uns direkt heimisch: Dort steht der Sagenbrunnen des Aacheners Bonifatius Stirnberg, dem wir auch den Puppenbrunnen verdanken. Ein weiterer Magnet war gefunden. Unsere Tochter spielte Ewigkeiten mit den bewegbaren Elementen. So vergaß sie fast, ihr Eis zu essen, das wir aus der nahen und unserer Meinung nach besten Eisdiele geholt hatten.

Durch die Fußgängerzonen zu bummeln machte uns jedes Mal großen Spaß. Es gibt viele kleine, individuelle Lädchen und so gut wie keine Ketten mit dem immer gleichen Angebot. Es werden auch immer wieder Matschhosen und Regenjacken für Kinder angeboten, die man bei den Aachen-ähnlichen Wetterverhältnissen auch braucht. Vor den Geschäften stehen häufig Wipptiere. Die Eltern können sich in Ruhe die Auslagen anschauen, die Kinder spielen.
Von Jever aus kann man viele tolle Ausflüge starten. Natürlich auch ans Meer, das nur ca. 20 km entfernt ist.
Unser erster Ausflug führte uns jedoch auf die autofreie Insel Wangerooge. Mein persönliches Highlight, da ich hier vor 17 Jahren meinen ersten Urlaub ohne Eltern verbrachte und mich sehr freute, die Insel wiederzusehen. Damals aß ich im Café Pudding einen Germknödel mit Pflaumenmus, Mohn und Butter. So lecker, dass ich mich bis heute dran erinnere und selbstverständlich wieder einen bestellte.
Zuvor gingen wir jedoch zum breiten Strand. Der Sand ist sehr fein und weich. Unsere Tochter war so begeistert, dass sie erst gar nicht das Meer sah. Als ich es ihr zeigte, war sie nicht mehr zu bremsen. Sie liebt Wasser und rannte in die Wellen, fiel hin, stand wieder auf und das Ganze von vorne. Es war herrlich, ihr zuzuschauen. Ich fürchte, die nächsten Urlaube werden wir ausschließlich am Meer verbringen.
Die Hinfahrt ist natürlich ein Erlebnis. Erst fährt man zum Hafen, dann setzt man mit der Fähre über und fährt mit einem kleinen Zug ins Zen-trum. Leider hatten an diesem sonnigen Tag sehr viele Menschen diese Idee. Das Abteil für Kinderwagen und Rollstuhlfahrer war absolut voll. Besonders auf dem Nachhauseweg abends wurde von vielen Seiten diskutiert, ob der Aufwand sich für einen Tag lohnt. Für uns hat es sich gelohnt, aber beim nächsten Besuch würde ich direkt länger dort bleiben.

Da wir unseren Hund dabei hatten, waren wir mit den Besuchen von Sandstränden etwas eingeschränkter. Wir besuchten einen Hundestrand, der Bereich war jedoch sehr überschaubar und sehr strikt geregelt. Eine gelbe Linie auf dem Weg markierte uns sehr deutlich, bis wo wir gehen durften. Da wir nicht in Besitz einer Nordseekarte waren, wurde der Strandbesuch auch recht teuer. Mit Park-, Strand- und Hundegebühren zahlten wir knapp 10 Euro.

An einem Regentag fuhren wir ins, Achtung, Meerwasser-Hallenwellenbad Hooksiel in Wangerland. Jede halbe Stunde wird das Becken von Wellen aufgewirbelt. Das Wasser stammt direkt aus der Nordsee, ist aber schwimmbadtauglich und warm. Eine schöne Gelegenheit, Zeit im Lieblingselement unserer Tochter zu verbringen. Zwischen den Wellen ruhten wir uns im Kleinkinderbereich etwas aus. Nicht nur unsere Tochter hatte hier einen Riesenspaß.

Bevor wir wieder in die Heimat aufbrachen, mussten wir unbedingt noch eine ostfriesische Teestunde zelebrieren. Dies taten wir im Café im ehemaligen Gartenzimmer im Eulenturm des anfangs erwähnten Schlosses. Für die Eltern sehr lecker und entspannend, bis die Kleine ihr Eis gegessen hatte und wir um das feine Porzellan fürchten mussten. Trotzdem ein sehr schöner Besuch.

Es war insgesamt ein sehr schöner Urlaub. Hin- und Rückreise waren angenehm überschaubar (am besten über die fast immer freie und baustellenarme A31 fahren, nicht über die A61: auf der Hinfahrt erst Ikea Kaarst ins Navi eingeben und dann erst das eigentliche Ziel).

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