Smartphonenutzung: Sind wir Eltern Vorbild?

in Aktuelles um die Ecke, Familienleben

Bevor Eltern an der Handynutzung ihrer Kinder rummeckern, sollten sie ihren eigenen Smartphone-Gebrauch kritisch und ehrlich einschätzen.

  • Bin ich in der Lage, WhatsApp auch mal zu ignorieren und das Bedürfnis aufzuschieben, bei jedem neuen „Ping“ nachzuschauen, wer was von mir will?
  • Bin ich in der Lage, mal ein Wochenende auf das Handy zu verzichten?
  • Bin ich selbst in mehreren Gruppenchats und gebe viel Privates von mir preis?
  • Schicke ich Fotos meiner Familienmitglieder herum? Wissen und wollen sie das? Habe ich gar meine Kinder auf meinem WhatsApp-Profilbild?
  • Welchen Umgang mit WhatsApp lebe ich meinen Kinder vor und welchen Umgang möchte ich ihnen vorleben?
  • Daran halten wir uns: Alle Familienmitglieder einigen sich gemeinsam mit Blick auf den konkreten Alltag auf Regeln zur Nutzung der sozialen Medien.
  • Der Respekt vor dem anderen steht an oberster Stelle.
  • Also: Kein WhatsAppen bei den Mahlzeiten.
  • Kein Gebrauch bei gemeinsamen Gesprächen, gemeinsamen Unternehmungen, im Restaurant, bei Oma und Opa.
  • Kein unerlaubtes Herumschicken von Fotos und Filmen. Auch Kinder haben ihre Privatsphäre! Vielleicht möchte das Kind gar nicht, dass alle von Muttis Freundinnen den Film von der Tanzeinlage im Schlafanzug sehen.
  • Abends ist das Handy tabu! Das Licht des Displays führt erwiesenermaßen zu Einschlafstörungen.
  • Familienwettbewerb: ein Tag/Wochenende ohne Smartphone. Wer zuerst am längsten durchhält, bekommt eine Belohnung, der Verlierer eine Aufgabe.
  • Für den Smartphoneverzicht eignet sich auch sehr gut die Fastenzeit.
  • Eltern demonstrieren ihren Kindern ihr Vertrauen, indem sie nicht ständig per WhatsApp nachfragen, wo sie gerade sind und was sie machen. „Du musst um 19 Uhr zu Hause sein“, das sollte reichen.
  • Nachrichten auch mal anders hinterlassen: ein Zettel am Kühlschrank, ein Post-it auf dem Tisch
  • Behauptungen der Kinder hinterfragen – fast jeder Drittklässler behauptet: „In meiner Klasse haben alle schon ein Handy.“
  • Gesamtpakete schnüren: Die erlaubte Spiel- oder WhatsApp-Zeit an Bedingungen knüpfen, etwa vorher eine Stunde nach draußen zu gehen.
  • Es gibt verschiedene Apps (zum Beispiel Menthal), die die tägliche Nutzungsdauer und das Telefonierverhalten dokumentieren. Eltern und Kinder verpflichten sich zum täglichen Datencheck.
  • Weitergehende Apps erlauben Eltern, die tägliche Smartphone-Zeit ihrer Kinder auf eine bestimmte Zeit festzulegen (zum Beispiel Screen Time). Nach Ablauf der Zeit öffnen sich nur noch vorher ausgewählte Funktionen wie das Telefon- oder Musikprogramm.
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