Rush – Alles für den Sieg

in Filmarchiv, Im Kino, Standard

Es ist eine der großen Sportgeschichten des 20. Jahrhunderts und dennoch eine handfeste Überraschung, sie in einem großen Biopic aus Hollywood verfilmt zu sehen.

Denn obgleich der Rennfahrerfilm auf eine reiche und lange Tradition verweisen kann, so ist die hierzulande rasend beliebte Formel-1-Weltmeisterschaft im Land von Baseball und Football nur eine Randnotiz – gerade was das Kino angeht. „Rush“ erzählt aus dem bewegten Leben von Niki Lauda, dargestellt vom immerjungen Shootingstar Daniel Brühl – besser gesagt erzählt er von der heute nicht mehr ganz so präsenten, damals aber weltbekannten Rivalität zwischen Lauda und dem umschwärmten Playboy James Hunt. Eine Fehde, die in den Siebzigerjahren ihren Ursprung hatte und den Lebemann Hunt gegen den klugen und gezügelten Analytiker Lauda stellt. Mit Ron Howard ist einer der großen Märchenonkel des amerikanischen Kinos auf dem Regiestuhl, sodass für eine sowohl kompetent familienfreundliche als auch emotional wuchtig ausgespielte Machart gesorgt ist. Die slicken Bilder stehen dem finanziell ungeheuer aufwendigen Hochgeschwindigkeitssport hervorragend zu Gesicht, die extrem pathetisch geschwungenen Reden stehen ganz im Dienst der Inszenierung. Konventionell und stromlinienförmig, außerdem mit einem fragwürdig agierenden Brühl in der Hauptrolle – dennoch packend und effektvoll.

USA 2013 | Regie: Ron Howard. Mit: Chris Hemsworth, Olivia Wilde, Daniel Brühl | 123 Min. | FSK: ab 12 Jahren

Bleibe immer auf dem Laufenden

Ich will nichts verpassen und möchte wöchentlich den kostenlosen KingKalli-Newsletter erhalten und über aktuelle Themen und Termine auf dem Laufenden gehalten werden.

Ich bin damit einverstanden, den Newsletter zu erhalten und weiß, dass ich mich jederzeit problemlos wieder abmelden kann.

Weitere Artikel

Hinterlasse einen Kommentar