Rico, Oskar und die Tieferschatten

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Rico ist „tiefbegabt“. So bezeichnet er sich selber in seinem Tagebuch. Sein Lehrer auf der Förderschule hat dem Jungen aus Berlin Kreuzberg die Aufgabe gegeben, ein Ferientagebuch zu schreiben.
Und so schreibt Rico frei von der Leber weg seine Gedanken und Erlebnisse auf.
Er erzählt von seiner sehr schönen Mutter mit den langen Fingernägeln mit Glitzersteinchen drauf, die „keine Dame“ ist und ihn nachts alleine lässt, weil sie in einem Nachtclub arbeitet.
Von einer „Fundnudel“, die auf der Straße lag und deren Besitzer er finden will.
Von den Nachbarn, dem Weg zum Supermarkt und zur Schule und von dem ALDI-Kidnapper „Mister 2000“, der immer Kinder entführt und nur 2000 Euro Lösegeld verlangt.
Als Rico den hochbegaten Oskar kennenlernt freunden sich die beiden an.
Dann gerät Oskar in die Fänge des ALDI-Kidnappers und Rico macht sich auf die Suche nach seinem Freund.

In Ricos Kopf geht viel durcheinander, er weicht oft vom Thema ab, weil vermeintlich Nebensächliches seine Aufmerksamkeit fesselt und verzettelt sich. Und mit Fremdworten hat er es auch nicht so, deshalb benennt er die Dinge, wie sie ihm erscheinen.
Als sein Freund Oskar in Gefahr gerät, sammelt Rico seine Gedanken so gut er kann und ersinnt einen Plan zu seiner Rettung.

Für erwachsene Vorleser, wie auch für Kinder ein faszinierendes, liebevolles, spannendes und endlich mal wieder gut geschriebenes Kinderbuch, das man kaum aus der Hand legen mag.
Gespannt erwarten wir auch den zweiten Band „Rico, Oskar und das Herzgebreche“ von Andreas Steinhöfel, der im April erscheinen wird.

Von Andreas Steinhöfel „Rico, Oskar und die Tieferschatten“, CARLSEN Verlag
Gebundene Ausgabe
12,90 Euro 7 | ab ca. 8 Jahren

Ebenfalls erschienen:
Andreas Steinhöfel: „Rico, Oskar und das Herzgebreche“
Gebundene Ausgabe
12,90 Euro | ab ca. 8 Jahren

Tipp von Diana und Mathis Faruß, gelesen & vorgestellt von KingKalli

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