Mit der Draisine durchs Hohe Venn

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Wir wussten ja, dass Radfahren auf dem Vennbahnweg immer beliebter wird, aber uns war nicht klar, dass die Pedalfahrt mit einer Draisine auf der alten Bahntrasse mindestens genauso begehrt ist. Wir erhielten gerade noch das letzte verfügbare Railbike.
Los geht es immer zu festen Zeiten mit zunächst geringen Abständen zwischen den einzelnen Fahrzeugen. Die Abstände werden jedoch schnell größer. Was wir auch nicht geahnt haben, ist, dass der sieben Kilometer lange Hinweg von Leykaul nach Sourbrodt stetig leicht bergauf und somit ganz schön in die Waden geht. Immer zwei Personen treten mehr oder weniger kräftig in die Pedale, während die beiden anderen anfeuern oder einfach gemütlich sitzend den Blick über die Natur schweifen lassen.

Sehr beschaulich führt die Strecke zunächst durch Wald, dann durch Vennlandschaft. Nach etwa einer Dreiviertelstunde erreichen wir die Jausenstation in Sourbrodt. Auch wenn uns die Preise ein wenig hoch erscheinen, gönnen wir uns ein Eis und kalte Getränke.
In der Zwischenzeit werden alle Draisinen auf den Schienen gedreht. Zurück geht es dann in beliebiger Reihenfolge. Wer losfahren möchte, macht sich einfach auf den Weg. Bei uns steigen die Kinder in die Sättel und wir Eltern lassen uns kutschieren. Bei der Abfahrt werden wir noch darauf hingewiesen, dass wir unbedingt einen Sicherheitsabstand einhalten sollen, da es leicht bergab geht. Die Draisinen rollen wie von alleine, ab und zu müssen wir mal leicht bremsen, um die Familie vor uns nicht anzuschieben. Nach insgesamt ca. zwei Stunden (Hin- und Rückfahrt inklusive Pause) kommen wir wieder am Ausgangspunkt an und sind erleichtert, dass der Rückweg deutlich weniger anstrengend war.
Wie wir nachher erfahren haben, laufen die vorderen, älteren Railbikes leichter als unser Modell, das wir auf dem Hinweg bewegt haben. Uns hat die Fahrt auf jeden Fall viel Spaß gemacht.
Nach (oder vor) der Tour werden in einem Eisenbahnwaggon aus den 50er Jahren Lütticher Waffeln verkauft. Von der erhöhten Terrasse vor dem Wagen kann man bestens die Railbike-Start- und Zielgerade überblicken.
Anfahrt: Von Monschau weiter bis Kalterherberg fahren, dann direkt hinter der belgischen Grenze rechts in Richtung Leysief abbiegen und der Straße folgen. Die Fahrzeit von Aachen beträgt eine knappe Stunde (ca. 40 Kilometer).
Die Draisinen sind für zwei bis vier Personen oder zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder unter zehn Jahren geeignet. Für kleinere Kinder gibt es Kindersitze. Taschen, Jacken o. Ä. finden genug Platz. Bei Sonnenschein unbedingt an Kopfbedeckung, Sonnencreme und Wasser denken, bei unbeständigem Wetter an Regenkleidung.

Der Ausflug lässt sich auch gut mit einem Besuch des Nationalparktors in Höfen oder der Sommerrodelbahn in Rohren kombinieren (jeweils ca. zehn Minuten Autofahrt entfernt).

Öffnungszeiten:
Bis 30.06. und ab 01.09.: samstags und sonntags (wochentags nur Gruppen ab drei Draisinen)
Vom 01.07. bis 31.08.: täglich
Abfahrten: 11:00 Uhr, 13:30 Uhr und 15:45 Uhr
Kosten: 32 Euro pro Railbike

Railbike
Am Breitenbach, 4750 Leykaul-Elsenborn/Belgien
+32 80 685890 (an geöffneten Tagen von 10:00-17:30 Uhr)
www.railbike.be

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