Maikäfer, flieg!

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Kinostart: 27.04.
A 2016 | Regie: Mirjam Unger | mit Zita Gaier, Konstantin Khabenskiy, Ursula Strauss | 109 Min. | FSK: ab 12 Jahren

Wien, kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs. Zusammen mit ihrer älteren Schwester, der Mutter und bald auch dem desertierten Vater bezieht die neun Jahre alte Christl eine Villa in den Außenbezirken der Stadt, die ihnen übergangsweise als Notquartier zugeteilt wurde. Eine Frau und ihr Sohn – Schwiegertochter und Enkel der nach Tirol geflüchteten Nazi-Hausbesitzerin – gesellen sich wenige Tage darauf zu ihnen. Schwierig wird es, als die gefürchteten russischen Besatzer nach Kriegsende einrücken und Sowjet-Soldaten mit ins Haus einziehen. All das erlebt der Zuschauer durch Christls Kinderaugen, die eine Welt ohne Krieg noch nie gesehen haben. Das neugierige Mädchen ist frei von Vorurteilen und freundet sich unvoreingenommen mit der neuen Lage an, trotz manch bedrohlicher Situation durch volltrunkene Russen. Grundlage für den Film war der gleichnamige autobiografische Roman der großen Kinder- und Jugendbuchautorin Christine Nöstlinger von 1973. Die Freigabe ab zwölf Jahren sagt es schon: Kleinere Kinder dürften das Nachkriegsthema und die politischen Bezüge überfordern und verängstigen. Ähnlich wie die jüngste Filmversion von „Das Tagebuch der Anne Frank“ aus dem letzten Jahr eignet – und lohnt – sich „Maikäfer, flieg!“ aber durchaus für einen Kinobesuch mit der Schulklasse oder der Familie für alle, die schon im Teenageralter und historisch interessiert sind.

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