Hexenhäuser basteln

in Familienleben, Kochen

16:30 Uhr nach der Arbeit, – ich muss direkt meinen Sohn zu Sport fahren. Gestern Abend die Einladung zur Schulklassen-Weihnachtsfeier erhalten. Jeder soll etwas mitbringen. Wir müssen also noch etwas vorbereiten.
Nur wann? Sollen wir Morgen direkt nach der Schule noch schnell etwas backen?
Hab letztes Jahr schon diese niedlichen Keks-Hexenhäuser gesehen und heute nochmal gelesen, dass man die ganz einfach hinkriegt. Quasi im Handumdrehen, nichts im Vergleich zu ECHTEN Lebkuchenhäusern. Nun, ich hatte gar nicht vor, ein ECHTES Lebkuchenhaus zu backen. Aber Morgen nach der Schule wird backen überhaupt etwas knapp …
Wir wollen also die Zubereitung ein paar kleiner Kekswunderschnellhexenhäuser ausprobieren. Erdnüsse sind auch keine drin („Erdnüsse dürfen wir auf keinen Fall mitbringen, – wegen der Allergiker“).

Zwischendurch nix wie los zum Sport, auf dem Rückweg flugs die Zutaten gekauft, schnell nach Hause gebracht und wieder los zum Abholen, dann nach Hause, nur noch schnell Nudeln gekocht, gegessen und schon kann es losgehen. Es ist inzwischen 19:30 Uhr, eigentlich will ich gleich noch in die Sauna, aber so ein paar schnelle Hexenhäuschen, gemütlich mit meinem Sohn zusammen gebastelt, sollten doch zu schaffen sein.

Mit einer schnell trocknenden Puderzuckerglasur hab ich keine Erfahrung. Hält die, klebt die? Letztes Jahr haben wir KingKalli-Kekse gebacken, wir wollten den Zuckerguss im Ofen trocknen und er ist dann wieder geschmolzen – keine gute Idee.
Glaube wir hatten ihn mit Wasser gemacht …
Also 2 Eiweiß (logo, ganz frische Bioeier), dann massig Puderzucker rein und etwas Zitronensaft zum würzen. Das soll also halten …
Das Kekshausdekomaterial (eine Kombipackung von Netto, ein paar Smarties „Mama, ich mag keine Smarties“; ein paar Gummibärchen), sieht schonmal entzückend aus.
Bei den Butterkeksen gibt es ein paar Tücken. Sie sind doch recht zerbrechlich. Aus einer Packung werden wir schließlich ca. 15 unterzerbrochene Häuser basteln („Mama, ich wollte backen. Das ist basteln. Backen mag ich. Basteln mag ich nicht.“).
Okay, also etwas Zuckerguss auf den Keksen verstreichen, dann ordentlich Deko-Material drüber (die bunte Dekomischung hätte durchaus gereicht, damit hätten wir die doppelte Hausmenge dekorieren können).
Dann warten. Okay, spülen …

Dann Bodenplatten aus Schokokeksen mit Zuckergusskleber bestreichen und Dachelemente draufstellen, – vorher die Dachkante ebenfalls ordentlich mit Zuckerguss bestreichen (reindippen ist schneller) und auf der Bodenplatte ausbalancieren. Und nochmal Zuckerguss auf den Dachfirst, damit es wirklich klebt – und nochmals Dekokügelchen drüber, damit es niedlich aussieht … und noch ein Gummibärchen als Hexe rein. Gar nicht so einfach, mit der Hexe nicht die Wände zu berühren. Sie kippt und – Achtung: Dominoeffekt. Ein kippendes Hexenhaus kann schonmal 2 andere mitreißen …
Dominohäuser wieder aufstellen, – dann hält alles. Der Tisch ist inzwischen auch mit Zuckerguss besprenkelt, die Dekozuckerkügelchen rollen darüber auf den Boden – und mein Sohn ist inzwischen verschwunden. Genug „gebastelt“. Es ist 21 Uhr, ich glaube ich geh Morgen in die Sauna …

Zutaten:
1 große Packung Butterkekse
2 kleine Packungen Butterkekse mit Schokoüberzug
Puderzucker
Saft einer Zitronenhälfte
2 frische Bioeier
Dekozuckerkügelchen
vielleicht Smarties
Gummibärchen

Zubereitung:
zusammenbasteln (siehe Text)
Tücken: Kekse können zerbrechen; Zuckerguss zu flüssig; umkippende Häuser reißen andere mit

Ergebnis:
niedlich

Gelernt:
M + Ms wurden erfunden, damit Soldaten sie essen konnten, ohne das sie in der Hand schmelzen.
Smarties sind nur nachgemacht.

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