Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch

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Heute kommt einer der bekanntesten Professoren zu uns nach Aachen. Professor Beelzebub Irrwitzer wird zu Gast im Theater Aachen sein und die großen und kleinen Zuschauer können live dabei sein, bei seinem Versuch, den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch zu brauen. Das Theater Aachen hatte die Möglichkeit, den berühmten Wissenschaftler vorab für ein Exklusivinterview für KingKalli zu treffen.

Theater Aachen: Herr Irrwitzer, was ist Ihre genialste Erfindung, Ihr genialster Fluch?
Irrwitzer: Ich erinnere mich gerne an den Spruch „Hackamordax furikrass, zuckez krackabule: Irrzefetz drak Hurnehass Lugefluchs gesule!“, er hatte zur Folge, dass den Bewohnern von New York dicke Warzen auf der Pobacke wuchsen. Das sah wunderbar schrecklich aus und tat beim Sitzen höllisch weh. Ich liebe es, wenn es höllisch wird.

Theater Aachen: Dieses Jahr lief ja nicht besonders prächtig für Sie, weshalb sind Sie nicht früher auf die Idee des satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunschs gekommen?
Irrwitzer: Ich war einfach zu sehr damit beschäftigt, meinen Kater Maurizio De Mauro im Auge zu behalten. Er ist ein Spion und will meine besten allerbösesten Missetaten verhindern.

Theater Aachen: Sie kommen jetzt das erste Mal nach Aachen, was befindet sich in Ihrem Koffer und was darf auf so einer Dienstreise nie fehlen?
Irrwitzer: Also ich habe zunächst den elektrischen Printen-Killer konstruiert, der muss auf jeden Fall mit; damit kann man jede Printe in Luft auflösen. Dann ein Alemannia-Fan-T-Sheret, denn wenn ich auf dem Platz für Alemannia bin, verlieren sie auf jeden Fall, hihi. Der Rest ist Topsecret. Aber es wird ganz schön rundgehen, das kann ich versprechen.

Theater Aachen: Sie bringen ja auch Ihren Kater mit, hat er Angst vor solchen Reisen?
Irrwitzer: Naja, dem erzähle ich, dass in Aachen wunderbare Opern gesungen werden. Maurizio liebt Opern, schrecklich. Von schöner Musik bekomme ich Zahnweh!

Theater Aachen: Sie haben ja oft Streit mit Ihrer Tante, woher kommt das?
Irrwitzer: Mein Gott, Tante Vamperl ist halt eine ältere Dame von 300 Jahren mit jeder Menge Schrullen. Unter uns: Ich möchte sie oft auf den Mond schießen, so sehr geht sie mir auf die Nerven.

Theater Aachen: Sie haben am Ahriman-College studiert. Haben Sie zu der Zeit in einer Zauberer-WG gelebt oder wollten Sie schon damals alleine wohnen?
Irrwitzer: An meine Zeit in der Zauberer-WG erinnere ich mich wirklich gerne. Wir haben damals zusammen so richtig schön gemeine Sachen erfunden wie den Kaugummi, der besonders fest unter den Stühlen klebt. Ständig hat jemand böse Ideen gehabt, fantastische Jungs. Aber ich wollte tatsächlich auch schon damals immer in einem großen Haus mit noch einem größeren Keller wohnen, in dem man wild mit den Pülverchen und Säften des Bösen herumexperimentieren könnte. Und dieser sehnliche Wunsch ging ja dann auch in Erfüllung: Meine Villa habe ich allerdings im letzten Jahr bei einem Experiment in die Luft gejagt. Seitdem ist das Haus verrußt und ich musste mein Forschungslabor im alten Swimmingpool einrichten.

Theater Aachen: Kennen Sie auch einige moderne Zauberer, zum Beispiel Harry Potter oder Voldemort?
Irrwitzer: Naja, flüchtig, man trifft den ein oder anderen auf dem ein oder anderen Magie-Event, aber jeder verheimlicht natürlich seine wirklich bösen Tricks.

Theater Aachen: Wer war in Ihrer Jugend Ihr Vorbild?
Irrwitzer: Als Kind natürlich die böse Stiefmutter in „Schneewittchen“, später in der Pubertät dann Doktor No, jetzt schaue ich nach Feierabend manchmal fern, da gibt es ja jede Menge Serien mit Mördern, Verbrechern, schlimmen Nachrichten, für mich pure Erholung.

Theater Aachen: Waren Sie schon mal verliebt?
Irrwitzer: Igitt, nein, nie! Das wären ja schöne Gefühle – wie schrecklich!!!

Theater Aachen: Wenn Sie sich ein Haustier aussuchen könnten, welches wär es?
Irrwitzer: Och, da wüsste ich jede Menge: süße kleine Kakerlaken, niedliche Spinnen, putzige Ratten. Ich hatte früher mal zwei Kettenhunde, die hießen „Fass“ und „Beiß“. Das war ein großer Spaß.

Theater Aachen: Wollen Sie mal Kinder?
Irrwitzer: Meinen Sie diese schrecklichen kleinen Ungeheuer, die immer ins Bett gebracht werden wollen und denen man dann noch eine Geschichte erzählen muss? Nein – wirklich nicht.

Theater Aachen: Gibt es Kollegen von Ihnen, die in der vierten Dimension stecken geblieben sind und dort seitdem verweilen?
Irrwitzer: Na, ich wüsste schon jemanden, den ich dort festsetzen wollen würde …

Theater Aachen: Was für Musik bevorzugen Sie? Kennen Sie Justin Bieber?
Irrwitzer: Justin Bieber, wer ist das? Ich kenne diesen neumodischen Kram nicht. Ich höre gerne Weltuntergangsmusik. Nach Feierabend setze ich mich oft mit einem Glas Gallensaft vor den Kamin, höre Wagner und träume von einer großen Sintflut.

Theater Aachen: Wer ist Ihr größter Feind?
Irrwitzer: Robin Hood, dieser Gutmensch ist einfach unerträglich.

Theater Aachen: Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Irrwitzer: Schwarz verbrannte Bratkartoffeln mit einem giftgelben Spiegelei, dazu Brennessel-Salat mit in Himbeer-Zitronensaft marinierten Nacktschnecken. Hmmm, lecker …

Herr Professor Irrwitzer, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Foto: Marie-Luise Manthei

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