Besuch im Familiencircus Amany

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Das erste Mal habe ich den Familiencircus Amany im Fernsehen gesehen. Schon damals fand ich die Artisten sympathisch und es sehr positiv, wie sie mit ihren Tieren umgegangen sind. Als ich erfuhr, dass sie in Eilendorf zu Gast sind, wollte ich mir das einmal anschauen. Unsicher, ob es für meine 18 Monate alte Tochter nicht noch zu früh für einen Zirkusbesuch ist, besuchten wir eine Show.

Den Kinderwagen im Zirkuszelt untergestellt, schauten wir uns um. Sie wollte erst mal gar nicht von meiner Seite weichen. Die ungewohnt laute Musik, das Licht und die herumlaufenden Artisten behagten ihr anfangs noch nicht sehr. Sie traute sich noch nicht mal etwas Zuckerwatte zu probieren. Wir nahmen Platz in der ersten Reihe mit bester Sicht auf die Manege. Bevor es los ging wurde sie sehr quengelig und ich glaubte nicht daran, dass wir alles sehen werden.

Die Show begann! Noch immer war die Kleine unsicher was sie von dem Ganzen halten sollte. Als zwei Ponys in die Manege galoppierten und direkt vor ihrer Nase Kunststücke aufführten, war sie sehr erstaunt. In einer späteren Nummer rannte ein Hund herein. Jetzt war es um sie geschehen! Sie verfolgte die ganze Show gebannt und mit strahlenden Augen. Sie sah Kinder, die in die Manege durften und wollte auch dorthin. Auch einige Erwachsene wurden, unter lauten Gejubel und Gegröle der Kinder, in die Show einbezogen.

In der Pause konnte man, gegen ein kleines Entgelt, die Tiere des Zirkus hinter dem Zelt besuchen. Neben den Ponys, gab es noch zwei Lamas, zwei Gänse und zwei Ziegen, die von den Kindern begeistert gestreichelt und begutachtet wurden.

Meine Zweifel, ob meine Tochter nach der Pause weiterhin Interesse am Geschehen in der Manege hat, waren völlig unbegründet. Sie klatsche vor Freude und das Strahlen in ihren Augen brach nicht ab.

Darf man Tiere im Zirkus noch gerne sehen?

Nach der Aufführung wurde ein Ponyreiten angeboten. Meine Tochter hatte Lust mit mir in die Manege zu gehen. Wir warteten etwas und ich nutze die Chance mit einem der Artisten reden zu können. Denn ich war unsicher, ob man sich heutzutage Tiere im Zirkus noch gerne anschauen darf. Meine Zweifel wurden jedoch alle aus dem Weg geräumt. Geduldig wurden mir alle meine Fragen beantwortet. Die Tiere können sich regelmäßig auf der Wiese frei bewegen. Der Zirkus reist nicht stundenlang herum, sondern tritt lediglich in der Aachener Region, Düren und der Eifel auf. Die Tiere haben große Transporter und werden immer als erstes zum nächstem Auftrittsort gebracht, so dass sie dann dort direkt wieder auf die Wiese können. Während des Transports steht ihnen Wasser zur Verfügung und keines von ihnen sah in meinen Augen kränklich oder unterernährt aus.

Zwischenzeitlich wurden die Ponys locker durch die Manege geführt. Wir waren an der Reihe und meine Tochter genoss sichtlich den ersten Ritt ihres Lebens. Einmal nun Manegenluft geschnuppert, rannte sie herum und wollte gar nicht mehr weg.

Die Artisten traten mit Leidenschaft auf und man spürte, dass sie mit Herzblut bei der Sache sind. Man erfährt auch, dass sie hart kämpfen müssen um überleben zu können. Ich hoffe sehr, dass dieser kleine sympathische Zirkus noch lange erhalten bleibt und wir ihn noch viele Jahre besuchen können. Da er immer in der Region auftritt muss ich zum Glück nicht lange warten bis er wieder in der Nähe ist. Mein nächster Besuch wird bereits in ein paar Wochen sein, wo ich dann auch direkt meine Neffen mit in die Zirkuswelt entführe.

Familiencircus Amany
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Die nächsten Termine: 28.04. bis 01.05.2017 in Walheim

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