Ausprobiert: Werk-Kunst-Hof

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Im Sommer war ich auf der Suche nach einem Wasserspielplatz und entdeckte mit großer Freude den Kunst-Werk-Hof. Trotz vieler Spaziergänge durch die Südstraße, Reumontstraße und Mariabrunnstraße (in der Nähe des Luisenhospitals) hatte ich den Spielplatz vorher nicht bemerkt. Hier und da mal erblickte ich ein Spielgerät, dachte jedoch immer, es gehöre zu den angrenzenden Schulen.

Am Wahlsonntag besuchten wir den Spielplatz erneut. Im Herbst ist der Weg von der Mariabrunnstraße zum Kunst-Werk-Hof besonders schön. Ein imposanter Kastanienbaum säumt den Weg und es war ein schönes Vergnügen mit meiner Anderthalbjährigen rot gefärbte Blätter und Kastanien zu sammeln.

Der Kunst-Werk-Hof ist eigentlich ein wundervoller Platz zum Entspannen und spielen für Erwachsene und größere Kinder. Für kleine Kinder ist der Wasserlauf und der Sandkasten interessant. Es gibt sogar ein Sportparcours für ein seniorengerechtes Training.

Die Sauberkeit lässt momentan jedoch etwas zu wünschen übrig. Vor den Bänken, und manchmal auch im Sand, liegen teils Müll und Zigarettenkippen.

Der Wasserlauf, der Hauptgrund unserer Besuche, ist für unsere Tochter immer ein Highlight. Schade, dass es nun langsam zu kalt wird. Über eine Wippe, die von einem größerem Kind oder Erwachsenen in Bewegung gesetzt werden muss, läuft Wasser in ein Becken. Jedoch funktioniert der Ablauf nicht richtig. Im zweiten und dritten Becken steht immer etwas Wasser und läuft nie ganz ab. Bei warmem Wetter riecht es dann irgendwann und bedauerlicherweise mussten wir auch hier schon Zigarettenkippen und diversen Müll herausfischen. Um meiner Tochter die Freude nicht zu vermiesen, schaufelte ich Sand und Abfall heraus und befreite immer wieder das Abflusssieb vom Rindenmulch, damit das alte Wasser abfließen kann.

Bei unseren Besuchen war der Platz, außer am Wahlsonntag, leider nie gut besucht. So wirkte es meist etwas trostlos. Sehr schade, denn so einen Rückzugsort, der für jeden etwas bereithält, sollte es eigentlich in jedem Viertel geben und einen gewissen Flair bescheren. Die Kinder, die die Leere des Platzes nutzten um sich überall zu verteilen und zu verstecken, um sich dann mit Kunststoffröhrchen aus ihren Waffen gegenseitig „abzuschießen“ trugen bei unserem aktuellen Besuch nicht dazu bei, sich wohlzufühlen.

Ich hoffe, der Platz wird in Zukunft stärker frequentiert und geliebt. Ältere Kinder können hier Fahrrad fahren, das Klettergerüst ist sehr imposant und bereitet bestimmt viel Freude. Man kann Picknicken oder einfach eine kleine Pause vom Alltag und Straßenlärm genießen. Auch wenn das Idyll (noch) nicht perfekt ist, werden wir es wieder besuchen.


Unser Beitrag aus dem Jahr 2014 zum Thema Kinderlärm:
kingkalli.de/der-ball-des-anstoses/

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