Ausprobiert: Spielplatz Habsburgerallee

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Letzten Sommer, als meine Tochter krabbeln konnte und sich mehr und mehr für ihre Umgebung interessierte, bekam ich einen super Tipp von einer Freundin. Gefühlte Hunderte Male sind wir schon durch die Habsburgerallee mit unserem Hund spazieren gegangen, aber nie kam ich auf die Idee mal den Weg zu gehen, der zwischen den Häusern am Ende der Straße (bei den Glascontainern) durchführt. Ich dachte, der führt nur zu den Hauseingängen. Weit gefehlt, wie meine Freundin mir verriet. Hier gelangt man zu einem wunderbaren Spielplatz. Steigt man die Treppenstufen neben dem Bolzplatz hinauf, findet man sich schon bald auf der Schillerstraße wieder.

So kam es, dass wir sehr viele Stunden unseres ersten Spielplatzsommers hier verbrachten. Anfangs noch etwas unsicher, ob das mitgebrachte Spielzeug wie selbstverständlich geteilt werden darf, ob die Anwohner sich über zu lautes Schreien beschweren, wurde ich bei meinem ersten Besuch direkt eines Besseren belehrt. Da hier sehr viele Nachbarn den Spielplatz besuchen, fiel ich als Neuling direkt auf und wurde in ein sehr nettes Gespräch verwickelt. Die sympathische Mutter erklärte mir, dass heute eher etwas weniger los ist, aber bei schönem Wetter, viele Mütter und Väter mit ihren Kindern auf der Wiese ein Picknick machen. Mitgebrachte Eimer, Schaufel und Co. wurden wie selbstverständlich geteilt.

spielplatz_habsburgerallee_aachenBei den nächsten Besuchen lernten wir einige Kinder kennen, die mit meiner Tochter spielten oder sie auch mal auf den Arm nahmen, um mit ihr zu schaukeln. Meine Kleine rutschte zum ersten Mal bäuchlings die Rutsche hinunter und hatte viel Spaß beim Wippen. Die meiste Zeit jedoch, beobachtete sie die anderen und rührte sich noch nicht weit vom Fleck.

Die meiste Zeit saß ich selber im feinen, weißen Sandkastensand, fühlte mich wie am Meer und buddelte, was das Zeug hielt. Zum Ende des Sommers stieß ich leider vermehrt auf Katzenkot, was meiner neu entdeckten Leidenschaft dann ein Ende bereitete.

Auch wenn der Sand nicht mehr ganz so schön ist, wie im letzten Jahr, besuchen wir regelmäßig „unseren“ Spielplatz. Damals wurde der Sand anscheinend frisch in den Bereich für die kleinen Kinder gefüllt. Dieses Jahr bleibt meine Anderthalbjährige schon nicht mehr dort. Sie läuft zum Klettergerüst für die Großen und will ihnen nachlaufen. Sie liebt es auf den Bolzplatz zu flitzen und den Kindern beim Fußball und Basketball spielen zuzuschauen. Bis jetzt erlebte ich noch kein unangenehmes Gespräch, wer nun das Förmchen zuerst hatte oder warum jemand mit Sand wirft.

Ganz im Gegenteil, es herrscht eine familiäre Stimmung und auch mitgebrachtes Essen wird großzügig geteilt. Ich freue mich immer sehr, die Kinder, die wir letztes Jahr kennengelernt haben, wiederzusehen.

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