Auf dem Eifelsteig – von Kornelimünster nach Roetgen

in Ausflug

Grafiker und Outdoor-Blogger Axel Jansen begab sich mit seiner Familie auf die erste Etappe des Eifelsteigs. Für KingKalli berichtet er über die erste längere Wanderung mit Greta in der Trage.

„Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?“, fragte sich seinerzeit auch schon der deutsche Dichter Johann Wolfgang von Goethe. Getreu seinen Gedanken haben wir, das sind Greta, Mama Doris und ich, uns vorgenommen, die Eifel zu erkunden. Der im April 2009 eröffnete Eifelsteig zwischen Aachen und Trier soll uns dabei helfen, unsere Heimat besser kennenzulernen. Er bietet die Möglichkeit, sich der Eifel in einzelnen Etappen zwischen 14 und 29 km zu nähern.

Los gehts in Kornelimünster! Für die erste,
14 km lange Etappe empfiehlt sich die Anreise mit dem Auto bis Kornelimünster. Den Rückweg von Roetgen zum Startpunkt kann man bequem mit dem Bus zurücklegen. Ausgestattet mit einer Kindertrage, Proviant und ausreichend Wickelmaterial machen wir uns also auf den Weg, der gleichzeitig Gretas erste längere Wanderung in der Trage sein wird.

Wir starten im Herzen von Kornelimünster und folgen der Strecke durch das Tal der Inde. Durch einen Hohlweg aus Bäumen gelangen wir an einen Reiterhof, wo wir die ersten Pferde und Ponys beobachten können. Direkt hier geht es unter einer imposanten Brückenkonstruktion hindurch. Auf einem Stück Vennbahntrasse geht es vorbei am Schnepfenberg, bis wir den Ort Hahn passieren. Alte Kalkbrennöfen und eine gut erhaltene Abbaugrube laden ein, sich einen Einblick in das industrielle Leben der Vergangenheit zu verschaffen. Ebenfalls hier verläuft der Kalkofenweg von Hahn nach Walheim. Kurze Zeit später folgt die erste Wickelpause in einer der Grillhütten auf dem Freizeitgelände Walheim.

Hinter Friesenrath geht es nun richtig in den Wald! Und das nächste Highlight lässt weiter oben nicht lange auf sich warten: Nach einer kleinen Stärkung biegen wir im Rotter Wald rechts ab und gelangen auf die Struffelt-Heide, ein Biotop aus Mooren, Sümpfen und natürlichen Gewässern. Hier ist ein wenig Konzentration geboten, denn abseits der von Menschenhand installierten Holzstege kann es ganz schön schlammig werden. Und schon bald geht es bergab bis zur Dreilägerbachtalsperre, auf deren Wasser wir nur im Vorbeigehen einen Blick werfen können bevor wir noch weiter unten das imposante Bauwerk bestaunen dürfen.

Das nächste Bauwerk folgt unmittelbar: Zeugen des Krieges begleiten uns ein Weile lang – die Höckerlinie des Westwalls durchzieht am Grölisbach die Landschaft. Die letzten Meter bis Roetgen legen wir auf einem weiteren Teilstück der Vennbahntrasse zurück. Nach guten fünf Stunden haben wir wieder asphaltierten Boden unter den Füßen – und einen Bärenhunger. Der Bus lässt in Roetgen zum Glück nicht lange auf sich warten, und so können wir schon bald wieder in unser Auto in Kornelimünster umsteigen. Einer warmen Mahlzeit im „Krebsloch“, das für seine Schnitzel weit über die Grenzen von Aachen hinaus bekannt ist, steht nun nichts mehr im Weg.

Axel Jansen betreibt den Outdoor-Blog www.outdoorseite.de und berichtet dort regelmäßig über Wandertouren, Ausrüstungstipps und die Neuigkeiten aus der Outdoorbranche.

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